81 Kilometer für Gerald & Gerald: Der Dolomiti Ultra Trail.

Die Strecke des in diesem Jahr erstmals aufgelegten Dolomiti Ultra Trail (kurz: DUT) ist 81 km lang und hat 4.700 Hm. Es handelt sich um einen Lauf in Zweier-Teams, für den in diesem Jahr 39 Teams gemeldet waren.
Der Lauf ergänzt den traditionellen Brixen-Marathon auf die Plose, der genauso lang wie der Ladinia Trail mit 38 km ist. Die Strecken der drei Läufe überschneiden sich auf einigen Kilometern, doch sind die jeweiligen Startzeiten geschickt gewählt, sodass es zu keinerlei Problemen bzw. „Staus“ auf der Strecke kommt.
Absolut reibungslos verlief die Startnummernausgabe auf dem Domplatz in Brixen. Genügend Ausgabestellen und prima gebriefte Helfer*innen garantierten einen flinken und geordneten Ablauf. Zum Streckenbriefing, welches bei diesem Lauf obligatorisch ist, wurden die Teilnehmer einzeln zur Überprüfung der Anwesenheit aufgerufen. Etwas unglücklich gewählt fanden wir den Starttermin um 21 Uhr für Teilnehmer, die ihre Unterkunft etwas außerhalb der Stadt hatten. Gegen 23 Uhr fanden sich die Teilnehmer auf dem Domplatz ein, wo dann nach einem ausgiebigen Ausrüstungscheck absolut pünktlich um 0 Uhr 01 gestartet wurde.
Auf der ersten Hälfte des langen 28 km langen Aufstiegs zur Schlütterhütte mit rund 1.500 Hm floss der Schweiß in Strömen. Da war man um den „kühlen“ Start um Mitternacht geradezu froh. Die Wege bis dahin waren absolut geh- bzw. laufbar. Die Streckenmarkierung mit einer Farbe, die notfalls auch bei Regen standhält, war meist gut zu erkennen. Einige hundert Höhenmeter vor der Hütte wurde der Wald lichter und ein zartes Dämmern ließ erahnen, welch großartiges Schauspiel uns bevorstand: Das erste Licht des Tages ließ zur rechten Seite die großartigen Spitzen und Wände der Geisslergruppe auftauchen. Dann – welch perfektes Timing: der Sonnenaufgang beim Überschreiten der Baumgrenze.
Es folgten ein paar Stunden mit hochalpinem Terrain in allen Ausprägungen: lockere und rassige Up- und Downhills, Schottertrails, Blockgelände und ein paar wenige drahtseilversicherte Passagen. Die großartigen Aussichten auf die wilden Berge wie Langkofel und Sella und die daneben vage auftauchenden Gipfel der Zillertaler Alpen im Norden boten ein traumhaftes Schauspiel. Nach langem Downhill ab der Puezhütte, der im grünen Campill seinen Tiefpunkt hatte, folgte ein sonniger Aufstieg zur Fornella Hütte.
Ab hier konnte man sogar Einkehrmöglichkeiten nutzen, falls einem danach war. Die VP waren zwar sehr gut mit Getränken ausgestattet, nur hätte das Angebot an Snacks etwas ausgiebiger sein können. Auf den letzten 25 km der Strecke ging es dann durch viel laufbares, welliges Wald- und Wiesengelände, bis dann vor der Rosshütte die Strecke des Marathons auf 7 km geteilt wurde. Noch einen letzten Panoramablick bis zum Rosengarten genossen, dann ging es in den finalen knapp 10 km langen Downhill, der bis kurz vor Ende immer die steilstmögliche Variante bot. Wunderschön war auch der Zieleinlauf am Domplatz. Wer ab 17 Uhr 30 – dem Beginn der Siegerehrung – einlief, wurde über die Bühne geführt und durfte sich bejubeln lassen. Der Zielschluss bis 20 Uhr ist machbar, aber deutlich weniger entspannt, wie z. B. der des ZUT.
Wir danken den Veranstaltern aufs Herzlichste dafür, dass wir als „Team Trail Magazin Gerald & Gerald“ an diesem herrlichen Event teilnehmen durften. Wer gerne Alpen-Ultras läuft, sollte diese Veranstaltung auf jeden Fall mitnehmen!

 

Für 2020 unbedingt vormerken. Der Brixen-Marathon und Dolomiti Ultra Trail finden am 4. Juli statt.

Alle Infos: www.brixenmarathon.com

 

Share your thoughts

X