Das ultimative Ultrarun-Frühstück

Mein Superbowl

Thomas X. Sacher lebt und läuft vegan. Was in Frühstückspensionen beim Transalpine Run zum Problem werden kann. Aber der dafür hat er ja seinen Frischkornbrei.

Text und Fotos: Thomas Sacher

Vor über 15 Jahren bekam ich ein Buch geschenkt: Das große Dr. M. O. Bruker Ernährungsbuch. Herzstück des Buches war ein einfacher Frischkornbrei, zubereitet mit Honig und Sahne. Da ich vegan lebe, musste ich die Zubereitung meinen Bedürfnissen anpassen. Normales, handelsübliches Müsli fand ich immer zu fade, daher hoffte ich hier auf eine gute, aromenkräftige, eben leckere Alternative. Es wurde viel mehr als das. Der Frischkornbrei wurde zu meinem täglichen Ritual, zu meinem „Superbowl“ – und das ist er bis heute. Die Zubereitung klingt beim ersten Durchlesen vielleicht etwas aufwendig, aber sie lohnt sich. Ich jedenfalls bin überzeugt, dass es das perfekte Frühstück für einen ambitionierten Läufer ist. Da ich meist morgens und auf nüchternen Magen trainiere, bereite ich den Brei in der Regel vor dem Laufen zu … und freue mich wie blöde aufs Frühstück nach dem Sport.
Natürlich kann der Frischkornbrei auch zu jeder anderen Tageszeit gegessen werden.

Die Geschichte von Thomas X. Sacher haben wir im Trail Magazin schon einmal aufgeschrieben. Und von einem verdammt verlässlichen, unkorrumpierbaren Menschen mit einer klaren Haltung zum Leben – und zu seinen Lieben – erzählt. Uns ist der Kerl aus der Westlausitz spätestens seitdem zum guten Freund geworden. Zumal man sich ja immer wieder getroffen hat. Beim Transalpine Run, als Trail-Magazin-Reporter, als unseren Revierguide in der Böhmischen Schweiz. Dass Thomas Straight Edge lebt – und auch so aussieht -, ist dabei nur eine Facette dieser buchstäblich fortlaufenden Geschichte.

 

Frischkornbrei

Grundzutaten:
Getreide
Apfel
Zitronensaft
Sojamilch/-sahne
Körner und/oder Nüsse
saisonales Obst

Die Zubereitung (pro Portion):

Drei bis vier Esslöffel Getreide (z. B. Hafer, Weizen, Roggen, Dinkel, Hirse oder Buchweizen) in einer Getreidemühle (alternativ auch in Mixer oder Kaffeemühle) grob schroten – immer frisch vor der Zubereitung. Das gemahlene Getreide wird mit kaltem Wasser zu einem Brei verrührt und über Nacht bei Zimmertemperatur stehen gelassen. Am Morgen reibt man einen kleinen Apfel hinein, gibt Zitronensaft hinzu und mischt alles unter. Der geriebene Apfel macht den Frischkornbrei luftig. Nun kann das ganze ordentlich „gepimpt“ werden.
Mit getrockneten Feigen oder Datteln zum Beispiel, dazu einen Esslöffel Haferflocken und, bei Bedarf, einen Esslöffel pflanzliches Eiweißpulver. Jetzt eine Banane, in Scheiben geschnitten, dazugeben sowie einige in der Pfanne angeröstete Körner (Amaranth, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne oder Nüsse) hinzufügen. Abschließend Sojamilch (oder Mandelmilch) darüber geben und wahlweise noch mit frischem Obst garnieren – lecker. Wichtig: Niemals in den Kühlschrank stellen!

 

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